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Die ProjektIdee
Das Projekt "ARTikulation" ist mit Jugendlichen an ihren informellen Treffpunkten und im öffentlichen Raum in Verbindung getreten und diese zu einer Auseinandersetzung mit den Prinzipien von Beteiligung und Vielfalt angeregt. Dieses Lernen in informellen Kontexten beschreibt Lernprozesse, die mehr oder weniger ungeplant in „Settings“ oder Umgebungen stattfinden, in denen das Lernen keinen formalisierten Bedingungen zu lässt.
Die Aktionen wenden sich unmittelbar an Jugendliche, die nicht zu den Besuchern der Kulturwerkstatt ART gehören. Es war uns wichtig, insbesondere bei Jugendlichen, die kein Verständnis für Vielfalt und Toleranz haben, ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen.
Als Blickfang und Requist diente eine "Rollende Bank für Toleranz und Vielfalt". Dabei handelt es sich um eine gestaltete Parkbank auf Rädern, welche somit unkompliziert an die jeweiligen Aktionsorte transportiert werden kann. Innerhalb des Projektzeitraumes ist diese Bank zu einem bekannten Label geworden.
An unterschiedlichen Aufenthaltsorten von Jugendlichen fanden unterschiedliche Aktionen statt:
- Straßentheater unter Einbeziehung des jugendlichen Publikums
- kleinteilige niederschwellige Jugendforen in Verbindung mit dem Riesaer Jugendforum
- Fotoaktionen
- Radio vor Ort mit Interviews und Gesprächsrunden
- Straßenmusik und interkulturelle Begegnung
- Rollender Fragebogen - als Methode zur Erhebung von Ergebnissen des Projektes
Die Aktionen wurden gemeinsam mit Jugendlichen der verschiedenen Gruppen der Kulturwerkstatt ART vorbereitet und durchgeführt. Sie wurden offen geplant und an die jeweiligen Situationen angepaßt. Die Aktion sollte in Kooperation mit der Stadt Riesa nach dem August 2008 eine Fortführung finden.
"Vielfalt im Focus - Menschen und Geschichten" war ein Kooperationsprojekt zwischen der Kulturschleuder und Riesa TV. Bis August 2008 wurden gemeinsam mit Jugendlichen eine Vielzahl von Personen in Riesa interviewt und dabei Erlebnisse und Geschichten über Toleranz und Vielfalt gesammelt. Gemeinsam mit den Teilnehmer/innen wurden die Personen (Ausländer/Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens/Obdachlose etc.) ausgewählt und in ihrem persönlichen Umfeld vor laufender Kamera befragt bzw. zum Erzählen animiert. In zehn Folgen (ab November 2007) wurden die zusammen gestellten Filmbeiträge in einer Reportage ausgestrahlt.
Ziel des Projektes war es einerseits die jugendlichen Teilnehmer/innen über das Medium Film zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebenseinstellungen, interkulturellen Hintergründen und Erfahrungen anzuregen. Dieser Aneignungsprozess bietet die Grundlage für eine engagiertes Eintreten gegen rechtsextremes Verhalten. Andererseits wurden über die Ausstrahlung der Interviews 60.000 Zuschauer im Landkreis erreicht. Mit der Botschaft "Vielfalt tut gut" sollte das Verständnis für Toleranz und Demokratie gefördert und ein aktives Einbringen im politischen und gesellschaftlichen Leben angeregt werden.
Neben der Ausstrahlung auf Riesa TV wurden die aktuellen Beiträge im Vorfeld der monatlichen Musikveranstaltung auf der Wechselbühne im ART gezeigt.
Das geplante Projekt kann gemeinsam mit Riesa TV nach dem August 2008 eine Fortführung finden, wobei die jugendlichen Teilnehmer/innen zu Multiplikatoren für neue Mitglieder des "Produktionsteams" werden.
Gefördert und unterstützt durch:
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